Für mehr Menschlichkeit in der Medizin.

Wir haben das Ziel, ein  Umfeld zu erzeugen, in dem digitale Innovationen in der Gesundheitsbranche in Deutschland möglich sind.
Durch digitale Innovationen soll wieder mehr Menschlichkeit in der Medizin Einzug halten.

Ausgewogener Datenschutz

im Hinblick auf die Nutzung sensibler Patienten- und anonymisierter Massendaten durch neue digitale Technologien ist eines der drei Schwerpunktthemen.

Angepasstes ärztliches Berufsrecht

Das ärztliche Berufsrecht muss für das 21. Jahrhundert angepasst werden um digitale Innovationen im Gesundheitswesen nutzbar zu machen.

Gemeinsame Schnittstellen

Als dritter Schwerpunkt ist der Ausbau von gemeinsamen Schnittstellen für den Datenaustausch im Gesundheitswesen und deren Implementierung gesetzt.

16. Mai 2019

Digitale Versorgung-Gesetz – Ein Schritt in die richtige Richtung mit vielen offenen Fragen

Der Verband digitale Gesundheit e.V. (VdigG) begrüßt die Veröffentlichung des „Entwurfes eines Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgung-Gesetz – DVG)“ seitens des Bundesministeriums für Gesundheit.
 
Der Referentenentwurf antwortet auf viele wichtige Fragen zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems: Für digitale Produkte werden eine Nutzenbewertung sowie Erstattungsregularien für die GKV-Regelversorgung eingeführt, telemedizinische Anwendungen sollen vereinfacht angeboten werden und ein Anschluss von Apotheken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur (TI) erfolgen.
 
„Mit dem Entwurf beweist Gesundheitsminister Spahn seinen Gestaltungswillen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Nach den bereits angepackten Regelungen zur elektronischen Patientenakte sowie zur Reform der Gematik im TSVG ist es gut, nun auch den breiten Zugang digitaler Leistungen in die GKV-Regelversorgung zu ermöglichen. Dies ist ein längst überfälliger Schritt, damit digitale Innovationen allen Patienten und nicht nur ausgewählten Versichertengruppen, wie etwa durch Selektivverträge einzelner Krankenkassen, zur Verfügung stehen. Außerdem wird damit ein wichtiges Signal für die Gesundheitswirtschaft, auch und gerade im internationalen Umfeld gesetzt“, so die VdigG-Vorsitzende Ulrike Scholderer.
 
„Viele der Regelungen weisen in die richtige Richtung. Ob allerdings die Übertragung der AMNOG-Systematik auf digitale Gesundheitsanwendungen dem Innovationsgeist wirklich gerecht wird, muss diskutiert werden. Außerdem kommt der Aspekt der Systemtransparenz gegenüber Start-ups und Leistungserbringern immer noch zu kurz. Der VdigG wird sich daher zeitnah mit eigenen Positionen in die Debatte einbringen“, so Scholderer abschließend.

Über uns

Ziel des VdigG ist die Schaffung eines politischen und gesellschaftlichen Umfeldes, sowie einer innovationsfördernden Infrastruktur, wodurch die innovationstreibenden Akteure der digitalen Gesundheitswirtschaft erfolgreich die Optimierung der medizinischen Versorgung durch sichere Vernetzung der Kostenträger und Leistungserbringer, durch Schaffung intrinsischer Handlungsmotivation in Bezug auf die Wahrnehmung gesundheitsfördernder Maßnahmen seitens der Patienten und mittels sicherer Datenverarbeitungsrichtlinien gestalten können.  

Die Mitglieder des Verbandes digitale Gesundheit (VdigG) verbindet allein das Interesse, Innovationen der Informationstechnologie zu diskutieren, die das Potential haben, die Gesundheit Einzelner oder das Gesundheitssystem insgesamt zu verbessern.

Der VdigG ist der Think-Tank, an dem sich Startup-Gründer und Gesundheitspolitiker, Investoren und Krankenkassenmitarbeiter, Ärzte und Krankenhausmanager, Juristen und Manager großer IT-Firmen, Journalisten und Verbraucherschützer, Patientenvertreter und Medizintechnikhersteller, sowie alle anderen Interessierten treffen, um Szenarien der technologischen Zukunft des Gesundheitswesens zu diskutieren, gedanklich vorweg zu nehmen und zu verstehen. Jeder Vorschlag wird intensiv studiert, analysiert, kritisiert und mit wissenschaftlichem Anspruch evaluiert, bis hinreichende Klarheit über seine Potenziale besteht.

Der Vorstand